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Hydraulische Temperaturregelung: Die Mechanik der CW617N Festwertregelstation (210 mm)

Hydraulische Temperaturregelung: Die Mechanik der CW617N Festwertregelstation (210 mm)

Die Integration einer wassergeführten Fußbodenheizung (Flächenheizung) in ein bestehendes Hochtemperatur-Heizsystem (z. B. mit herkömmlichen Radiatoren) erfordert zwingend eine exakte Reduzierung der Vorlauftemperatur. Eine direkte Einspeisung von 70 °C heißem Kesselwasser würde die Estrichplatte strukturell zerstören. Die VANCOCO Mischstation (Festwertregelset ohne Pumpe) liefert die mechanische und thermodynamische Schnittstelle, um durch geregeltes Beimischen von Rücklaufwasser eine konstante, niedertemperierte Vorlaufströmung zu generieren.

Thermodynamische Mischung und Vorlaufregelung

Die Kernfunktion dieser Baugruppe ist die autarke thermostatische Vorlauftemperaturregelung. Das integrierte Mischventil misst die Temperatur des Mischwassers und regelt das exakte Volumenverhältnis zwischen dem heißen Kesselvorlauf und dem abgekühlten Fußboden-Rücklauf.

  • Temperaturkorridor (20–70 °C): Über den Thermostatkopf lässt sich die gewünschte Vorlauftemperatur für den Estrich präzise einstellen. Einmal kalibriert, hält das Ventil diesen Wert unabhängig von Schwankungen der Kesseltemperatur oder des Volumenstroms absolut konstant.
  • Systemgrenzen: Die mechanischen Komponenten und Dichtungen sind für eine maximale Mediumtemperatur von 110 °C und einen statischen Betriebsdruck von bis zu 10 bar ausgelegt, was eine extrem hohe Toleranz gegenüber Druckstößen im Primärkreis bietet.

Metallurgie: Vernickeltes CW617N-Messing

Da die Mischstation das zentrale hydraulische Bindeglied zwischen Primär- und Sekundärkreis bildet, ist die Materialintegrität sicherheitsrelevant. Der gesamte Block ist aus massivem CW617N-Messing gefertigt.

Diese hochfeste, europäisch genormte Legierung ist hochgradig resistent gegen Entzinkung und Spannungsrisskorrosion. Die zusätzliche galvanische Vernickelung schützt die Außenflächen vor Oxidation im oft feuchten Klima geschlossener Verteilerschränke und verhindert chemische Reaktionen mit alkalischen Baustoffen (wie Zement oder Estrich).

Systemarchitektur und Nachrüstung (210 mm Mittenabstand)

Das System ist geometrisch speziell für die Frontmontage direkt vor einem standardisierten Heizkreisverteiler konzipiert:

  • 210 mm Mittenabstand: Dieses exakte Anschlussmaß entspricht dem industriellen Standard im DACH-Raum für den vertikalen Abstand zwischen Vor- und Rücklaufbalken. Es ermöglicht den direkten Anschluss an bestehende Verteilersysteme ohne aufwendige Rohrleitungsanpassungen oder Biegemaschinen.
  • Modulare Pumpen-Kompatibilität: Das Set wird absichtlich ohne Umwälzpumpe geliefert. Dies gibt dem Heizungsbau-Ingenieur die technische Freiheit, eine hocheffiziente Nassläuferpumpe (z. B. Wilo, Grundfos) exakt passend zum berechneten Druckverlust der spezifischen Anlage zu spezifizieren. Die Station unterstützt Durchflussmengen für Flächenheizungen von bis zu 220 m².
  • Sicherheitsarmaturen: Die integrierte analoge Temperaturanzeige (Thermometer) ermöglicht die sofortige visuelle Überprüfung der gemischten Vorlauftemperatur. Ein eingebautes mechanisches Rückschlagventil verhindert zwingend eine hydraulische Fehlzirkulation (Rückfluss) zwischen dem Primär- und dem Sekundärkreis.

Zusammenfassung

Die Spezifikation einer Festwertregelstation erfordert absolute mechanische Zuverlässigkeit zur Vermeidung von Estrichschäden. Durch die Verwendung von massivem CW617N-Messing, einem normierten 210-mm-Mittenabstand und einer präzisen Thermostatik bietet diese Baugruppe die objektive, hydraulisch sichere Grundlage für die Nachrüstung einer Fußbodenheizung in bestehende Hochtemperatur-Heiznetze.

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